Mit dem Abschluss der kommunalen Wärmeplanung liegt für eine Kommune erstmals eine Planung für eine zukünftige treibhausgasneutrale Wärmeversorgung vor (siehe Frage des Monats November 2024: Kommunale Wärmeplanung: Was ist kommunale Wärmeplanung genau? – EMCEL). Die Planung zeigt Potenziale zur Wärmeerzeugung auf, teilt das Gebiet der Kommune in Wärmeversorgungsgebiete ein und macht verschiedene Zielszenarien sichtbar. Gleichzeitig ist sie kein detaillierter Umsetzungsplan. Die kommunale Wärmeplanung zeigt weitere Schritte auf. Diese konkreten Projekte müssen nach Abschluss weiter vorangetrieben werden. Eine Investitionspflicht für die Kommune entsteht nicht. Nach der Fertigstellung der kommunalen Wärmeplanung zeigt sich, ob Maßnahmen vorangetrieben werden oder ob sie ohne praktische Umsetzung bleibt.
Was sind die nächsten Schritte, um die Wärmeplanung optimal weiterzuführen?
Die Stärke der kommunalen Wärmeplanung liegt in ihrer Einordnungsfunktion. Sie schafft Orientierung für Politik, Verwaltung und Marktakteure und ermöglicht eine erste räumliche Priorisierung, etwa zwischen potenziellen Wärmenetzgebieten und Bereichen mit dezentralen Lösungen. Zudem bildet sie eine wichtige Grundlage für Folgeprojekte und die Beantragung von Fördermitteln in den nächsten Schritten. Gleichzeitig ist klar zu benennen, was sie nicht leistet: Die Wärmeplanung ersetzt weder eine Detailplanung noch liefert sie belastbare Aussagen über die Wirtschaftlichkeit oder Investitionsentscheidungen. Genau diese Schritte sind die, die auf ihrer Grundlage in Gebieten mit leitungsgebundener Versorgung folgen.
Nach Abschluss der Planung verändert sich die Rolle der Kommune deutlich. Aus dem Auftraggeber wird ein Koordinator des weiteren Prozesses. Die Kommune setzt Prioritäten, bringt relevante Akteure zusammen, stößt Prozesse an und kommuniziert Planungssicherheit. In der Regel übernimmt sie dabei nicht die Rolle eines Bauherrn, Investors oder Betreibers. Vielmehr schafft sie die organisatorischen und strategischen Voraussetzungen, damit Umsetzung überhaupt möglich wird.
Aus der Wärmeplanung ergeben sich typischerweise konkrete Folgeprojekte. Dazu zählen Machbarkeitsstudien für Wärmenetze, Transformationspläne bestehender Netze, Quartiers- und Sanierungskonzepte sowie Projekte zur Nutzung von bspw. Abwärme oder erneuerbaren Energien. Auch Kommunikations- und Beteiligungsprozesse spielen eine wichtige Rolle.
Im Mittelpunkt stehen dabei die priorisierten Gebiete, vertiefende technische und wirtschaftliche Untersuchungen, die Beantragung von Fördermitteln sowie die politische und öffentliche Einbindung. Entscheidend ist der Fokus auf Machbarkeit statt Vollständigkeit.
Ausblick
Die kommunale Wärmeplanung ist damit kein Endpunkt, sondern der Startpunkt für die kommunale Wärmewende. Ob sie erfolgreich wird, entscheidet sich nach ihrem Abschluss. Wir, als EMCEL GmbH, unterstützen und begleiten Sie professionell in der Priorisierung, bei der Erarbeitung weiterführender Konzepte, in der Akteursarbeit und bei den nächsten Schritten.
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