Batteriegroßspeicher kommen zum Einsatz, um überschüssigen Strom zu speichern, der bei starkem Wind oder intensiver Sonneneinstrahlung entsteht, damit diese Energie nicht verloren geht. Mit dem fortschreitenden Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind- und Solarenergie wird in Deutschland zunehmend grüner Strom erzeugt, oft mehr, als aktuell verbraucht wird.
Batteriegroßspeicher für Energiewende
Ein Batteriegroßspeicher dient dazu, überschüssigen Strom aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen aufzunehmen, wenn mehr Energie erzeugt wird als gerade benötigt. Dieser Strom kann dann zu einem späteren Zeitpunkt – etwa nachts oder bei einer sogenannten Dunkelflaute – wieder abgegeben werden. Darüber hinaus lassen sich Batteriespeicher auch zwischen einer Solaranlage und einem Ladepark einsetzen, um den tagsüber erzeugten Strom zu speichern und ihn unabhängig von der Sonneneinstrahlung, zum Beispiel in den Abendstunden, verfügbar zu machen. Auf diese Weise tragen sie entscheidend dazu bei, eine stabile und klimafreundliche Stromversorgung sicherzustellen.
Eine wichtige Anwendung ist das sogenannte Peak Shaving: Hierbei wird der Energieverbrauch gezielt gesteuert, um kurzfristige Verbrauchsspitzen zu vermeiden. Dadurch lassen sich hohe Lastspitzen und damit verbundene Kosten deutlich reduzieren.
Ein weiterer Einsatzbereich ist das Load Shifting. Beim Load Shifting wird ein Teil des Energieverbrauchs in eine günstigere Zeit verlegt, in der der Strompreis niedriger ist. Die insgesamt verbrauchte Energiemenge pro Tag bleibt dabei jedoch unverändert.
Nicht zuletzt dienen Batteriegroßspeicher auch zur Notstromversorgung. Im Falle eines Stromausfalls stellen sie eine unterbrechungsfreie Energieversorgung sicher, was besonders in kritischen Infrastrukturen wie Krankenhäusern, Rechenzentren oder Industrieanlagen von großer Bedeutung ist.
Batteriegroßspeicher im Bereich E-Mobilität – ein Beispiel
Der Seed & Greet Ladepark am Autobahnkreuz Hilden zählt zu den größten Ladeparks in Deutschland. Er überzeugt durch eine hohe Ladeleistung und die konsequente Nutzung erneuerbarer Energien. Den Nutzerinnen und Nutzern stehen zahlreiche Lademöglichkeiten zur Verfügung – darunter Schnellladestationen sowie AC-Ladepunkte. Der Strom wird größtenteils direkt vor Ort durch eine Photovoltaikanlage und kleine Windkraftanlagen erzeugt. Hier wird der Batteriegroßspeicher zur Zwischenspeicherung von Strom als auch zur Reduktion von Lastspitzen eingesetzt.
Batteriegroßspeicher im Bereich Wasserstoff – ein Beispiel
Die Tochtergesellschaft des Chemiekonzerns BASF Stationary Energy Storage GmbH plant einen Batteriespeicher für eine Baustelle in Norddeutschland einzusetzen. Dort wird ein Projekt zur Produktion von grünem Wasserstoff entwickelt. Die Natrium-Schwefel-Batterien (NAS), die mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Solar- und Windkraft geladen werden, sollen künftig den Elektrolyseur mit Energie versorgen und so eine stabile Wasserstoffproduktion gewährleisten. Laut dem Hersteller eignen sich NAS-Batterien besonders gut dazu, Lastspitzen über längere Zeiträume hinweg mit erneuerbarem Strom auszugleichen.
Batteriegroßspeicher sind bereits heute ein wertvoller Bestandteil der Energiewende: Sie stabilisieren das Netz und verbessern die Nutzung erneuerbarer Energien. Insbesondere dann, wenn keine Energie erzeugt wird. Ob beim Peak Shaving, dem Load Shifting, als Notstromlösung oder zur Unterstützung von E-Mobilität und Wasserstoffproduktion – ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Gleichzeitig bieten sie wirtschaftliche Vorteile, etwa durch Einsparungen bei Netzentgelten und effizienteren Energieeinsatz. Damit sind sie nicht nur technisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich zunehmend attraktiv.
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