Nachdem wir uns in unserer letzten Frage des Monats den Preisentwicklungen von Brennstoffzellenbussen gewidmet haben, betrachten wir nun die Preise für Batteriebusse. Dieser bewegt sich seit Jahren auf einem stabilen Niveau, was unter anderem an immer weiter steigenden Batteriekapazitäten liegt.
Preisentwicklung Batteriebusse in den letzten Jahren
Die Herstellerangaben der vergangenen Jahre zeigen, dass sich die durchschnittlichen Anschaffungspreise für einen 12 Meter langen Batterie-Solobus seit einigen Jahren auf einem vergleichsweise stabilen Niveau bewegen. Je nach Ausstattung und insbesondere abhängig von der installierten Batteriekapazität liegen die Fahrzeugpreise in der Regel zwischen rund 400.000 und 600.000 Euro.
Diese Preisstabilität ist bemerkenswert, da die Hersteller gleichzeitig mit gestiegenen Material-, Energie- und Produktionskosten sowie der allgemeinen Inflation konfrontiert sind. Darüber hinaus sind die Batteriekapazitäten der angebotenen Fahrzeuge in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Sobald die technische Möglichkeit bestand, haben viele Hersteller größere oder zusätzliche Batteriepakete angeboten.
Da die Traktionsbatterie einen erheblichen Anteil an den Herstellungskosten eines Batteriebusses ausmacht, führen größere Batteriekapazitäten grundsätzlich zu höheren Fahrzeugkosten. Die weitgehend stabilen Anschaffungspreise deuten daher darauf hin, dass technologische Fortschritte, sinkende spezifische Batteriekosten und effizientere Produktionsprozesse die allgemeinen Kostensteigerungen zumindest teilweise ausgleichen konnten.
Preisentwicklung von Brennstoffzellenbussen und Dieselbussen
Auch bei wasserstoffelektrischen Bussen (Brennstoffzellenbussen) sind stagnierende Anschaffungskosten im Bereich von rund 600.000 € zu beobachten, wie wir in unserer letzten Frage des Monats beleuchtet haben (siehe Frage des Monats Juli 2026: Preisentwicklung von Brennstoffzellenbussen bis 2026).
Dieselbusse weisen aktuell steigende Anschaffungskosten von über 300.000 € auf.
Ausblick
Für die Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Elektrobussen ist der Anschaffungspreis allein nicht ausreichend. Eine aussagekräftige Beurteilung ergibt sich durch die Betrachtung der Total Cost of Ownership (TCO), bei der neben den Investitionskosten auch Betriebs-, Wartungs-, und Energiekosten über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs berücksichtigt werden. Erst durch diese ganzheitliche Betrachtung lassen sich unterschiedliche Antriebstechnologien fundiert miteinander vergleichen.
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